Janome 230DC

Version 21.1 von Katharina Elisabeth Müller am 2026/08/03 17:21

Hier sind Informationen, die für die Nähmaschine Janome 230DC spezifisch sind, dokumentiert. Für allgemeine Infos zu Nähmaschinen, sicherheitskritische Hinweise und die nötige Einweisung, siehe Nähmaschinen.

IconInformation
Betriebsanweisung beachten!

Janome 230 DC (Hersteller Link)

Janome 230 DC (Makerspace Owncloud Link)

Quellenhinweis: Alle hier gezeigten Schemata und technischen Zeichungen sind, soweit nicht anders vermerkt, der offiziellen Anleitung der Janome 230 DC entnommen.

Überblick

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  1. Anschiebetisch (Zubehörfach)
  2. Stichplatte
  3. Nadeleinfädler
  4. Fadenabschneider
  5. Kopfdeckel
  6. Fadenhebel
  7. Fadenspannungsregler
  8. Garnrollenhalter
  9. Großer Spulenhalter
  10. Spuler
  11. Spulenanschlag
  12. Loch für zusätzlichen Garnrollenhalter
  13. Werteinstelltasten
  14. Cursor-Tasten
  15. Flüssigkristallanzeige
  16. Geschwindigkeitsbegrenzer
  17. Taste Nadel Hoch/Tief
  18. Auto-Verriegelungs-Taste
  19. Rückwärtstaste
  20. Start-/Stopptaste
  21. Greiferabdeckung
  22. Nähfuß (Zick-Zack-Nähfuß A)
  23. Nähfußhalter
  24. Nadelklemmschraube
  25. Nadel
  26. Auslöseknopf der Greiferabdeckung
  27. Maschinensteckdose
  28. Fußanlasser-Steckdose
  29. Netzschalter
  30. Handrad
  31. Tragegriff
  32. Obere Fadenführung
  33. Fußdruckregler
  34. Nähfußhebel
  35. Knopflochhebel
  36. Freiarm
  37. Schieber zum Versenken des Transporteurs
  38. Fußanlasser
  39. Netzkabel

Inbetriebnahme

Einsetzen der Unterfadenspule: 
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  • Bitte verwendet immer nur die für das jeweilige Nähmaschinenmodell zugelassenen Spulen!
  • Modellfremde Spulen können zu Schäden an der Maschine führen.
  • Bitte sortiert die nicht verwendeten Spulen auch stets wieder dem vorgesehenen Aufbewahrungsort zu.
  • Das Zubehör findet ihr im Schrank, auf dem die Maschine steht.
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Einsetzen des Oberfadens: 
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  • Der Plastikstopper wird aufgesetzt, um die Spule zu stabiliseren.
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Einfädeln

  • Zuerst muss der Fadenhebel (6) in die oberste Position gebracht werden. Das kann entweder via Knopfdruck oder drehen des Handrads geschehen.
  • Einfädeln des Oberfadens durch die Nadel mithilfe der Einfädelhilfe. Die Einfädelhilfe muss nicht zwangsweise verwendet werden, sie ist optional.

Hochziehen des Unterfadens

  • Durch Drehen des Handrads wird die Nadel einmal komplett nach unten und wieder hochgestellt. Dadurch bildet sich eine Schlaufe mit dem Unterfaden. Nun kann mit einem Werkzeug der Unterfaden hochgeholt werden. Beide Fäden (Unter- und Oberfaden) werden nun nach links oben gelegt.

Drehen des Handrads

  • Durch Drehen des Handrads wird die Maschine manuell bewegt. Dies ist z.B. notwendig für die Positionierung der Nadel beim Einfädeln, kann aber auch hilfreich sein für präzise Arbeiten.

Anheben des Füßchens

  • Mit dem Hebel kann das Füßchen angehoben oder abgesenkt werden. Es gibt drei Positionen.
  • Zum Nähen muss das Füßchen immer abgesenkt werden, d.h. der Hebel herabgesetzt. Ist der Nähvorgang abgeschlossen, wird das Füßchen angehoben. Dann kann das Material entfernt werden.

LCD Anzeige und Stichmusterauswahl

  • Auf dem LCD Display werden folgende Informationen angezeigt:
    • Identifizierungsbuchstabe für empfohlenen Nähfuß (Kleines Bild vom Füßchen mit nebenstehendem Buchstaben)
    • Stichmusternummer: Große Zahl ganz links
    • Stichbreite: mittlere Zahl
    • Stichlänge: äußere Zahl
  • Die Auswahl geschieht via dem Cursor und den Cursortasten.
Sticharten
  • Die verschiedenen Stichmusterarten werden auch auf der rechten Seite der Maschine angezeigt, mitsamt der dazugehörigen Nummern.

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horizontale Nadenposition

  • Für die Geradstichmuster 00 – 04 und 18 – 19 kann die Nadelposition eingestellt werden.
  • Durch Drücken der Cursortasten wird der Cursor unter den Stichbreitenwert 3,5 gebracht.
  • Mit der Pfeil-nach-oben-Taste wird die Nadel nach links bewegt (Stichbreitenwert 3,5).
  • Mit der Pfeil-nach-unten-Taste wird die Nadel nach rechts bewegt (Stichbreitenwert 7,0).

Rückwärtstaste

  • Die Rückwärtstaste wird zum Vernähen des Nahtendes verwendet.
  • Durch Drücken dieser können mehrere Rückwärtsstiche genäht werden.
  • Dies wird bspw. zu Anfang und Ende einer Naht getan, um eine Naht zu sichern (damit sie sich nicht auflösen kann). Alternativ können Nahtanfang und -ende auch mit Hand gesichert werden (bspw. wenn unsichtbare Nahtenden bei dekorativen Nähten gewünscht sind).

Fadenabschneider

  • Seid Ihr fertig mit dem Nähen bzw. wurde die genähte Naht beendet, wird das Füßchen hochgestellt und der Stoff vorsichtig weggezogen.
  • Die Fäden können entweder mit Schere oder ähnlichen Werkzeugen oder aber mit dem hier gezeigten Fadenabschneider an der Maschine abgeschnitten werden.
  • Achtung! Die Fäden, die aus der Maschine kommen (also Ober- und Unterfaden) sollten mindestens noch eine Länge von 5 cm haben. Ansonsten werden Sie beim nächsten Stich eingezogen (Unterfaden) oder ausgefädelt (Oberfaden).

Geschwindigkeitsbegrenzer etc.

  • Mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer (3-stufiger Slider) kann die Nähgeschwindigkeit begrenzt werden bzw. auf Maximum eingeschränkt werden.
  • Die Nähgeschwindigkeit kann auch mittels variierenden Drucks auf den Fußanlasser beeinflusst werden (je weiter auf den Fußanlasser gedrückt wird, desto schneller läuft die Maschine).
  • Die Taste mit dem Punkt im Kreis ist die Auto-Verriegelungstaste.
  • Mit der Nächsten Taste (zwei Pfeil hoch/runter übereinander) kann die Nadel gehoben oder gesenkt werden.

Ecken nähen

  • In diesem Video wird das Nähen von Ecken gezeigt.
  • Hierzu kann die Eckennähführung auf der Stichplatte verwendet werden.

Fadenspannung

  • Mit diesem Rad wird die Oberfadenspannung reguliert.
  • Sollte eine Naht unsauber sein, ist hierfür oft die falsche Fadenspannung der Grund.
  • Grundsätzlich macht es Sinn, vor jedem Projekt eine Nahtprobe an einem Stoffstück (Originalstoff) mit Originalfaden zu machen. Je nach Materialien und Stichart ist ggfls. eine Anpassung von nöten.
  • Grundsätzlich gilt: je höher die Zahl, desto stärker die Fadenspannung.
  • Das Ergebnis ist abhängig von der Dicke des Stoffes, der Anzahl der Stofflagen und der Art des Stiches.
  • Geradstich: Ein Indiz für zu starke Spannung (zu hohe Zahl) kann sein, dass der Unterfaden auf der rechten Stoffseite zu sehen ist und sich die Naht uneben anfühlt.
  • Geradstich: Ein Indiz für zu lockere Spannung (zu niedrige Zahl) kann sein, dass der Oberfaden auf der linken Stoffseite zu sehen ist und die Naht sich uneben anfühlt.
  • Die optimale Oberfadenspannung für Geradstiche liegt üblicherweise zwischen 2 und 6. Eine sinnvolle Grundeinstellung ist die 4.
  • Ausprobieren! Nahtproben!

Fußdruckregler

  • Mit diesem Regler kann der Fußdruck eingestellt werden.
  • Beim normalen Nähen sollte dieser auf „6“ stehen.
  • Andere Einstellungen:
    • Applikationen etc.: 3
    • Chiffon und ähnliche feine Stoffe: 2 bis 4
    • Maschenware und stark dehnbare Stoffe: ggfls. 1

Anschiebetisch

  • Der Anschiebetisch kann abgenommen werden.
  • Die Freiarmnähfunktion kann hilfreich sein, um z.B. Ärmel, Beine oder sonstigen schlauchähnlichen Konstrukte genäht werden, da diese über den Freiarm gezogen werden können.

Fußpedal anschließen

  • In dem Video wird gezeigt, wie das Fußpedal angeschlossen wird.

Wechseln der Nadel

  • Das Video zeigt, wie die Nadel gewechselt wird.
  • Zunächst muss das Füßchen herabgesenkt werden.
  • Mithilfe des vorgesehenen Werkzeugs oder eines kleinen Schlitzschraubenziehers wird die seitliche Schraube aufgedreht, sodass die Nadel gelockert ist.
  • Nun kann diese abgezogen und eine andere Nadel eingesetzt werden.
  • Hier gilt zu beachten:
    • Bitte UNBEDINGT nur die für die jeweilige Maschine vorgesehenen, passenden Nadeln einsetzen! Diese sind entsprechend markiert und sortiert.

Wechseln des Füßchens

  • Achtung! Beim Wechseln des Füßchens sollte die Maschine vom Strom getrennt sein bzw. ausgestellt.
  • Zum Wechseln des Nähfußes wird die Nadel in ihre höchste Stellung gebracht (Handrad drehen!).
  • Dann wird der Nähfuß hochgestellt (Hebel hochstellen).
  • Nun wird der andere Hebel and er Rückseite des Fußhalters bedient.
  • Der neue Nähfuß wird angebracht, indem der horizontale Stift am Nähfuß so unter dem Fußhalter positioniert wird, dass dessen Rillen über dem Stift einrasten kann.
  • Nun wird der Hebel zum Absenken des Fußhalters betätigt. Der neue Nähfuß rastet im Fußhalter ein und ist befestigt.
  • Es gibt verschiedene Nähfüßchen, z.B. zum Nähen von Reißverschlüssen, Knopflöchern, Materialien wie Kunstleder, usw.
  • Bitte achtet auch hier darauf, dass jeweils nur die Füßchen verwendet werden, die für die jeweilige Maschine vorgesehen sind.
  • Achtung! Manche Füßchen funktionieren nur mit speziellen Sticharten (bspw. Knopflochfuß mit Knopflochstich). Die korrekte Stichart für das jeweilige Füßchen muss eingestellt sein, sonst kann es zum Nadelbruch kommen.

Aufspulen der Unterfadenspule

  • Zunächst wird die Unterfadenspule auf der Oberseite der Nähmaschine so auf den oberen Unterfadenspulenhalter gesetzt, dass sie einrastet.
  • Bitte stets die für die Maschine vorgesehenen Spulen verwenden! Maschinenfremde können zu Schäden an der Maschine führen.
  • Der Oberfaden wird durch die Fadenführung gezogen.
  • Variante 1 (nicht im Video gezeigt): Der Oberfaden wird durch das obere Loch in der Spule geführt. Die Spule wird nach rechts gedrückt. Das Fußpedal wird betätigt, bis einige Lagen aufgespult werden. Dann anhalten und das Fadenende direkt am Loch der Spule abschneiden.
  • Variante 2 (Video): Der Oberfaden wird per Hand ein paar Mal um die Unterfadenspule gewickelt. Nun wird diese nach rechts geschoben. Das Fadenende wird sanft festgehalten, bis es automatisch entgleitet und sauber aufgerollt wird.
  • Wenn die Spule voll ist, hält die Maschine automatisch an.
  • Der Spuler wird in die Ausgangsposition zurückgebracht (nach links drücken). Der Faden wird abgeschnitten, die Spule wird entfernt und kann nun verwendet werden.
  • ACHTUNG! Wenn die Spule unsauber aufgewickelt wird oder wurde, abbrechen! Die Verwendung einer unsauber aufgerollten Spule führt zu unsauberen Nähten und im schlimmsten Fall zu Schäden an der Maschine.

Abschluss

  • Bitte nach Benutzung bzw. bei Verlassen des Raums die Maschine mit der vorgesehenen Abdeckung abdecken.

Referenzen